USA Reise 2018

Am 23. Mai ging es zur zweiten USA Reise, diesmal aber in eher wärmere Gebiete.

Wir haben uns für den Sonnenstaat Florida entschieden und wieder eine Rundreise mit dem Mietauto sowie Airbnb Übernachtungen.

 

Angekommen sind wir am Miami International Airport und von dort ging es in unser erstes Apartment im Stadtteil Little Haiti. Wir haben uns bewusst gegen eine Unterkunft direkt am Miami Beach entschieden und bereuen dies auch nicht.

 

Vor der Landung mussten wir 20 Minuten in der Luft kreisen, da es anscheinend heftig regnete. Als wir dann landeten war aber wieder alles trocken und von Regen keine Spur. Wir merkten auch schnell wieso es so schnell wieder trocken war, da die Luft schöne 30°C hatte. 

Da unser Flug am ersten Tag erst am Abend ankam, gingen wir früh ins Bett und waren entsprechend früh wieder wach.

Um 06:00Uhr gingen wir Richtung Miami Beach und konnten dort am Strand den Sonnenaufgang und die Ruhe von Miami geniessen.

Absolut empfehlenswert und würde ich wirklich am ersten Morgen nach der Ankunft einplanen, da wir nie mehr so früh wach waren. 

Etwas schade waren die angespülten Algen, welche auch schon von verschiedenen anderen Besuchern beklagt wurden. Normalerweise würde mich das nicht stören, aber für so einen bekannten Strand würde ich mehr erwarten.

 

Nach dem Sonnenaufgang spazierten wir etwas am Ocean Drive entlang und gingen danach in unser Apartment zurück um ein feines Frühstück mit frischen Früchten zu geniessen.

Was die Amerikaner aber einfach nicht können, ist feines Brot zu machen. Immer muss es möglichst weich und leicht zu kauen sein, richtiges Altersheim Feeling. Vielleicht habt Ihr etwas anderes erlebt?

Im Verlauf des Tages gingen wir ins Shopping Center und füllten schon mal unsere Koffer.

Wir besuchten die Dolphin Mall nahe des Flughafens. Wir fanden fast alles was es braucht und die Preise waren auch ok. In New York hatten wir damals dennoch ein noch günstigeres Outlet.

Am nächsten Tag gingen wir auf Entdeckungsreise in Miami Wynwoods, dem Wandmalerei/Künstler Viertel schlechthin.

Wynwood würde ich zwingend auf die Miami Tour dazu nehmen.

Selbst bin ich nicht sehr an Kunst interessiert, doch die vielen verschiedenen Motive, Inszenierungen und Stimmungen inspirieren sehr.

Am letzten Tag vor der Weiterreise, gingen wir nochmals Richtung Miami Beach und deren Quartier zum Bummeln, Baden und Schlemmen.

 

Empfehlen kann ich das News Café direkt am Ocean Drive.

Die Burger sind frisch, selbstgemacht und extrem lecker, ebenso auch der Mojito und Long Island Ice Tea!

In der Collins Ave gibt es eine Menge an Shopping Möglichkeiten, aber keine Outlets!

 

Parkieren ist in den USA so eine Sache.

Schaut vorher auf Google Maps nach Parkmöglichkeiten und kontrolliert die Bewertungen.

Teilweise werden horrende Parkgebühren von 20$ für wenige Stunden verlangt, während in öffentlichen Parkhäusern pro Stunde 1$ verlangt wird.

Wir können die Miami Beach Municipal Parking Garage empfehlen, kostet gerademal 1$ pro Stunde und das Auto ist vor der Sonne geschützt.

Am nächsten Tag ging unsere Reise Richtung Orlando los.

Nordwärts fuhren wir nach Fort Lauderdale und gingen kurz vorher auf dem Seabreeze Blvd der Küste entlang.

Immer wieder hielten wir an, machten Fotos, gingen Baden oder versuchten die verschiedenen Gelateria's aus.

 

Der Strand von Fort Lauderdale müsst Ihr einmal besucht haben, sehr feiner Sand, sauber und angenehmes Wasser.

Wer eher unberührte Natur und Muschel Suchen bevorzugt, sollte den Avalon State Park nördlich von Fort Pierce anschauen. Aber nehmt ein Insektenschutzmittel mit, denn es hatte viele Mücken.

In Orlando waren wir drei Nächte.

Der erste Tag war für das Disney Magic Kingdom reserviert.

Ein schöner Park, jedoch muss ich als Fan des Europa-Parks sagen das alles sehr auf Merchandise ausgelegt ist.

Irgendwie kam bei uns kein richtiges Disney Feeling auf, evtl. lag es auch daran das ausser bei den Paraden, keine Disney Figuren durch den Park gingen.

Ich dachte das Micky Maus, Mini Maus, Goofy oder Donald Duck die Besucher im ganzen Park besuchten bzw. einfach etwas präsent waren, leider war dies nicht der Fall. Ebenso finde ich die Detail Liebe der Einrichtung eher mager im Vergleich zum Europa-Park.

 

Trotzdem war es ein schöner Tag und dennoch besuchten wir am zweiten Tag Orlando selbst.

Beim Googlen mussten wir feststellen das Orlando automatisch immer mit den Themenparks verbunden wird, über die Stadt fand man eher wenig.

Umso überraschter waren wir von dem schönen See Eola und dem Botanischen Garten von Harry P Leu. 

Botanischer Garten:

Unsere Reise zog sich Richtung Tampa weiter, wo wir am ersten Ankunftstag Tag die Clearwater Beach besuchten.

Man merkt einen deutlichen Unterschied zwischen den Stränden von der Ostküste zur Westküste.

 

Hier in Clearwater ist die Karibik ganz nahe.

Am zweiten Tag ging es auf die unbewohnte Insel Caladesi Island, doch zuerst muss ein herzhaftes Frühstück bei Trip's Diner bestellt werden.

Wir haben uns für Ei, Giant Pancake ca. 350g und Orange Juice entschieden, eigentlich schon genug, doch die Bedienung schaute uns etwas komisch an. Rund um uns sassen Leute mit deutlich grösserem Frühstück.

 

 

Ab Honeymoon Island State Park bringt uns eine Fähre mit maximal 40 Personen pro Fahrt hinüber auf Caladesi Island.

 

Es waren nicht sehr viele Besucher dort, was uns eine schöne idyllische Ruhe brachte.

Die Überfahrt ist vergleichsweise teuer, 8$ Parkeintritt und 14$ Überfahrt pro Person, dennoch lohnt es sich. 

Auf der Hinfahrt waren mehrere Delfine in unserer Nähe zu sehen, leider waren sie aber Fotoscheu.

Auf der Insel würde ich Insektenschutzmittel, genügend Wasser und etwas zu Essen mitnehmen.

Es hat zwar einen Kiosk, aber dieser ist etwas teuer.

Am Nachmittag ging unsere Fahrt via Clearwater und Saint Petersburg Richtung Süden weiter.

Südlich von Saint Petersbburg führt die Maut pflichtige Interstate 275 über die Tampa Bay. 

Ein Zwischenstopp für die Brücke oder die Aussicht lohnt sich auf jeden Fall.

Für jene die einen Abend in der Nähe verbringen, anscheinend ist die Brücke am Abend beleuchtet.

Unsere Reise führte uns nach Pine Island westlich von Fort Myers.

Der nördlichste Punkt der Insel ist Bokeelia, wo wir einen ausgebauten Wohnwagen als Unterkunft hatten.

Vom Wohnwagen ist aber nicht mehr viel übrig :-)

Auf dem Weg Richtung Pine Island muss man fast gezwungen durch den Vorort Matlacha fahren.

Fast alle Häuser dort sind mit kunterbunten Fassaden und Verzierungen dekoriert.  

Nach dem Aufenthalt in Bokeelia ging es mit einem Kursbesuch via Cape Coral und Fort Myers Beach über die Insel Estero Island und Big Hickory Island Richtung Marco Island.

In Marco Island machten wir nur kurz einen Abstecher, da mein bester Jugendfreund Marco heisst. Ausser einem Foto des Ortsschilds und einen Picknick im Stadtpark gab es nicht viel zu sagen.

Unser eigentliches Ziel für diesen Tag war Homestead südlich von Miami. Die Reise dorthin führte uns quer durch den Big Cypress National Preserve und den Everglades Wildlife Park. Wir haben extra nicht die "langweilige" Interstate 75 genommen, waren dafür aber sicher 3 Stunden länger unterwegs.

 

Entlang dem Highway 41 findet man immer wieder Zwischenstopps mit kleinen Aussichtsplattformen für die Everglades. 

Wir haben auch einen kleinen Abstecher nach Everglades City gemacht, muss aber nicht mehr sein. Wir hätten mehr davon erwartet, aber bis auf wenige Airboot Touren, welche für mich eher einen schlechten Eindruck machten, bietet Everglades City nichts interessantes.

 

Das Willkommensschild war das schönste am ganzen...

In Homestead angekommen, bezogen wir unsere letzte Unterkunft für diese Reise.

Wir hatten eine Unterkunft in einem geschlossenen Areal, alle Häuser in der Gegend hatten die gleiche Bauweise und ähneln sich stark. Um überhaupt ins Areal zu gelangen, mussten wir einen Zugangscode bei der Eingangsbarriere eingeben. Trotz Telefonat mit der Vermieterin kriegten wir es anfangs nicht hin, Sie hatte uns den Zugangscode vergessen zu schicken und gemäss Ihrer telefonischen Anleitung ging es irgendwie nicht. 

 

 

In Homesteag verbringen wir unsere letzten drei Tage und gingen nochmals in einem nahegelegten Outdoor Shopping Center einkaufen. Outdoor hiess einfach das die einzelnen Outlet's in eigenen Gebäuden waren und man von Outlet zu Outlet laufen musste. Vorteil war ganz klar das es weniger Meschen hatte.

Ebenso besuchten wir einen Alligator Park in Florida City.

Mindestens eine Airboot Tour in die Everglades musste sein.

Der Park hatte neben den Alligatoren auch andere heimische Tiere zu bieten. Beispielsweise Schnapp-Schildkröten, Schlagen, Luchse und Vögel.

Dazu Show's wie das Alligator-Ringen, was aber glücklicherweise eher harmlos war und sehr informative Informationen zu den Alligatoren und Krokodilen bot, Schlagen und Alligator Fütterungen. 

Die Airboot Tour ging ca. 30-40 Minuten und war mit dem Eintrittsticket pro Person 27$.

Auf der Tour sahen wir doch ein paar echte freilebende Alligatoren und Schildkröten.

Der Instruktor musste natürlich seine Fahrkünste preis geben und gab ordentlich Gas.

180° und 360° Kurven mit entsprechender Wasserdusche waren auch dabei, wir lachten noch als er uns Anfangs sagte wir sollen die Füsse nach einer Kurve hochheben.

Am vorletzten Tag ging unsere Reise nach Key West.

Dazu fuhren wir bereits früh am Morgen los, da wir noch einige Zwischenstopps bis ganz nach unten machen wollten.

 

Einer davon war das Dolphin Research Center in Grassy Key, eine Delfin Aufzucht-, Training-, und Wissenschaftsstation.  

Hier wurden auch die Flipper Filme im Jahr 1963 / 1964 gedreht bzw. deren Delfine verwendet.

Die Station hat sehr viele Informationen rund um Delfine und Seelöwen und deren Becken sind meiner Meinung nach sauber und relativ gross.

Die Delfine schauen auch glücklich aus.

Weiter ging es Richtung Key West, entlang an teilweise verlassenen und vom letzten Hurrikan zerstörten Inseln. Immer dort wo Menschen leben, merkt man das alles immer wieder neu aufgebaut wird. Es scheint fast so als wären die meisten Gebäude erst vor kurzen errichtet worden. Auf die eine Seite faszinierend, auf die andere etwas idiotisch. Wieso werden immer die gleichen einfachen Holzbauten errichtet?